Unrealistische Zeit-Vorgaben, sei es, weil der Vertrieb zu viel versprochen hat, oder weil der Chef sparen will, sind häufig der Anfang von Schieflagen im Verlauf eines Projekts.

Da Chefs oft auch Zahlenmenschen sind, kommt man ihnen manchmal mit ihren eigenen Waffen bei. Machen Sie eine realistische 3-Punkte-Schätzung für alle Arbeitspakete und legen Sie dann mit den statistischen Wahrscheinlichkeiten (Standardabweichung, Konfidenzintervalle) dar, mit welcher Sicherheit die zu kurze Zeit-Vorgabe schief gehen wird. Dann ist das „schlechte Bauchgefühl” durch Fakten hinterlegt und so mancher Chef überzeugt.
Mit dem Verkauf kann man noch etwas subtiler umgehen: Stellen Sie den Account Manager vor die Alternative, jetzt am Anfang des Auftrags einen Kalkulationsfehler zuzugeben und die Vorgaben neu zu verhandeln oder später für teure Zugeständnisse um Nachfrist bitten zu müssen…
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Die Probleme sind nicht das Hauptproblem
Warten verbrennt Geld und Vertrauen! Handeln Sie also frühzeitig, also bevor das Projekt richtig vor der Wand (Meilenstein, Pönale usw.) steht. Je früher Sie die Probleme erkennen und angehen, desto geringer sind Ihre Verluste. Und Sie haben dann auch meist noch mehr Handlungsoptionen bzw. Verhandlungsmasse.
Nachhaltiger Change zur Vorbeugung
Nicht von ungefähr hat der Report auch in diesem Jahr wieder den Untertitel „Die hohen Kosten schlechter Performanz„, denn die statistische Häufigkeit von Projekten, die ihre Zeit-, Kosten- und/oder Nutzenziele nicht oder nur zum Teil erreichen, ist leider auf dem hohen Niveau des Vorjahres nahezu stehen geblieben.
Kein Einzelfall, wie die Erfahrung zeigt