Warum scheuen sich die Projektverantwortlichen im Management oft, ein Projekt in Schieflage fachgerecht sanieren zu lassen? Weil sie ihre Verantwortung für das Krisenprojekt nicht sehen (wollen)? Weil sie dann eigene Managementfehler eingestehen müssten? Weil… ? Darüber habe ich in vielen vorhergehenden Beiträgen über Projektsanierung bereits geschrieben.
In sehr vielen Fällen versuchen sie aber – meist viel zu lange – mit Druck und den gleichen bisher erfolglosen Mitteln im Projektmanagement mit einem „blauen Auge“ davonzukommen. Die meisten jedenfalls scheuen davor zurück, noch einmal Geld in die Hand zu nehmen, um das Projekt wirkungsvoll zu sanieren und den erhofften Projektnutzen zu sichern.

Wenn Sie meinen, externe Hilfe für Ihr Problem-Projekt zu holen sei zu teuer, dann rechnen Sie doch mal Ihren Business Case, wenn Sie es weiter mit den (unzulänglichen) „Bordmitteln“ versuchen:
- Längere Ressourcenbelegung
- Margenverluste durch teure Nachbesserungen, Nachlässe, Zugeständnisse oder Pönalen
- Höhere Risiken wie z.B. verfehlte Projektziele und verminderter Nutzen
- Fehlender Umsatz oder Deckungsbeitrag durch verspätetes Time-to-Market
- Vertrauens-, Kunden- und Imageverlust sowie nachfolgend schlechte Referenzen
- Mitarbeiter-Demotivation und -fluktuation usw.
Das zu verhindern oder abzumildern – da ist ein sanierungs-erfahrener Projektmanager, da bin ich allemal günstiger. Rufen Sie mich an, jetzt !
Lesen Sie dazu auch mein Angebot zur Projektsanierung












Ich möchte Ihnen heute von zwei Beispielen erzählen, die zeigen, warum Earned Value Management sich hierzulande nicht der ihr zustehenden Beliebtheit erfreut, und wie man in diesen Fällen die Vorbehalte überwunden und die Nutzung erfolgreich betrieben hat. Ich möchte vorausschicken, dass ich ein „Fan“ der Methode bin, gerade weil sie sich so universell und unkompliziert einsetzen lässt und mit ein paar einfachen Formeln valide Statusbestimmungen und Prognosen für das Projektmanagement ermöglicht.













Genau darin lag die Krux. Das Unternehmen war produktorientiert in einer funktionalen Linienorganisation gewachsen. Dem sich internationalisierenden Markt folgend war vor einigen Jahren eine Matrix mit einer nach Regionen aufgestellten Vertriebsorganisation eingeführt worden. Jetzt war es Zeit, sich kundenorientiert dem projekt-getriebenen Geschäft anzupassen, denn hier verlor man oft und viel von der in der funktionalen Matrix erarbeiteten Rendite. Die Kundenprojekte mussten letztlich rentabler werden, damit das Unternehmen insgesamt rentabel arbeitete.
Begleitet werden muss dies vom Aufbau interner Projektmanagement-Kompetenz und eines eigenen Karrierepfades innerhalb der neuen Dimension. Da Projektmanagement „Managen unter erschwerten Bedingungen“ bedeutet, eignet sich dieser nebenbei auch hervorragend zur Führungskräfte-Entwicklung im Unternehmen. Es werden dabei universelle Management-Skills gefördert wie Stress-Resistenz und Risiko-Sensibilität, Methoden-Knowhow, strukturiertes Vorgehen, soziale Kompetenz und Führungsqualitäten. Somit dürfte die Dritte Dimension für motivierte Mitarbeiter auch attraktiv genug sein, mit unternehmensspezifischem Fachwissen den Schoß der Fachabteilung in Richtung Projektmanagement zu verlassen, und rasch an Akzeptanz im Unternehmen gewinnen.